Gesundheit in Deutschland

Bildquelle: Rainer Sturm_pixelio.de

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Das Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Instituts hält fest, dass sich die Gesundheit der Deutschen in den vergangenen Jahren insgesamt betrachtet verbessert hat. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass das bestehende Präventionsangebot von immer mehr Menschen genutzt wird. Gerade im Hinblick auf Schutz- und Grippeimpfungen, sowie bei Gesundheits- und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen steigt die Teilnehmerzahl. Europaweit ist die medizinische Versorgung in Deutschland äußerst dicht, vor allem in Bezug auf Anzahl der Fach- und Zahnärzte. Außerdem hat sich die Ernährung der Deutschen wesentlich verbessert. So ist ein erhöhter Konsum von Obst und Gemüse sowie ballaststoffreichen Lebensmitteln zu verzeichnen.

Weiter werden interne Qualitätssicherungsmaßnahmen in Arztpraxen und Krankenhäusern weiterhin ausgebaut. Dem zuzuordnen ist die wachsende Bedeutung der Entwicklung von Behandlungsleitlinien, welche die Entscheidungen des Arztes lenken sollen und damit die Behandlungsergebnisse verbessern.

 

Positive und negative Entwicklungen der Gesundheit in Deutschland

Der bessere Gesundheitszustand zeigt sich deutlich in der höheren Lebenserwartung für Männer (76 Jahre) wie Frauen (81,6 Jahre). Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten zwar weiterhin als häufigste Todesursache, sind aber im Hinblick auf die Gesamtsterblichkeit rückläufig. Zudem sterben immer weniger Menschen an Krebserkrankungen, da die Überlebenschancen auch bei bösartigen Tumoren steigen. Die Alterung der Gesellschaft wird aber in Zukunft eine Erhöhung an Krebsleiden mit sich bringen. Zudem steigen im Zuge dieses gesellschaftlichen Phänomens auch die Erkrankungen an Diabetes mellitus, Osteoporose und Schlaganfällen.

Auch wenn allgemein gesehen eine Verbesserung zu erkennen ist, wird deutlich, dass schwächere soziale Schichten weniger stark davon profitieren können. Ebenso zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So sterben Männer häufiger als Frauen an Krankheiten, die durch Arbeitsbedingungen oder eine riskante Lebensweise verursacht werden. Ein weiterer Faktor ist in der Prävention zu sehen, die von Frauen weitaus mehr in Anspruch genommen wird, als von Männern.

Psychische Erkrankungen sind weiterhin auf dem Vormarsch, wobei Frauen hiervon weitaus häufiger betroffen sind als Männer. In den kommenden Jahren werden die Erkrankungen an Demenz steigen. Auch chronische Rückenschmerzen gehören immer noch zu den Leiden, die oftmalig auftreten und auch kostenträchtig sind. Ein weiteres Problem ist der wachsende Anstieg an Infektionskrankheiten. Dies ist bedingt durch verstärkten Reiseverkehr, politische Veränderungen und einer Zunahme riskanter Verhaltensweisen.

 

Risiken

Ursachen vieler Erkrankungen sind die Risikofaktoren, welche vom Monitoring festgehalten werden können. So ist weiterhin ein Bewegungsmangel im Alltag festzustellen. Übergewicht und Adipositas treten in einem Großteil der deutschen Bevölkerung auf (50% der Frauen, 2/3 der Männer). Besonders betroffen sind hierbei sozial benachteiligte Bevölkerungsschichten. Andere Risikofaktoren stellt der Konsum von Genussmitteln wie Zigaretten und Alkohol dar. Die Höhe des Konsums gilt weiterhin als Ursache erhöhter Krankheitsraten.

 

Quelle und Weiterführende Informationen:

http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GesInDtld/kernaussagen_inhalt.html

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